Hundesport - SUP mit Hund

Stand up Paddling (kurz „SUP“) ist seit ein paar Jahren ein großer Trend im Sportbereich. Auf einem langen Board paddelt man im Stehen auf einem See oder Fluss, kann die Natur genießen und sich gleichzeitig sportlich betätigen. Auch auf dem Meer kann man paddeln und sogar ein paar Wellen surfen. Das Beste am „SUPen“: man kann seinen Hund mit aufs Board nehmen. Wie das geht? Einfach weiterlesen!

 

(SUP)er Vorteile

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Bindung zwischen Mensch und Hund

Diese wird durch das Stand up Paddling verstärkt. Foto: Rosi von ERNL Hundetaschen

Stand up Paddling hat zahlreiche körperliche Vorteile gleichermaßen für den Hund und den Menschen: Es stärkt die Muskeln und zwar besonders die Tiefenmuskulatur und es fördert die Stabilität. Außerdem ist „SUPen“ sehr wertvoll für die (innerliche und körperliche) Balance.

Der schönste Pluspunkt beim Stehpaddeln ist die Vertiefung der Bindung zwischen Mensch und Hund.

 

Die passende Ausrüstung

Man braucht für das Stand Up Paddeling nicht viel: ein Board und ein Paddel. Beides erhält man z.B. in Surfshops, wo man sich vor Ort oder Online direkt beraten lassen kann. Vielerorts kann man sich die Ausrüstung auch stundenweise leihen. 

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Bei der Anschaffung oder Leihgabe eines Bords sollte man sich an dem Gesamtgewicht orientieren, welches Mensch und Hund zusammen wiegen - plus 2-4 kg Spielraum, sollte das Fell doch mal nass werden. Auch die Größe des Hundes ist entscheidend, denn er sollte sich auf dem Brett drehen können und es sollte so breit sein, dass er komfortabel auch liegend Platz nehmen kann und nicht direkt runterrutscht.

Plant man über den Stadtsee hinaus das Board zu nutzen, sind auch die Einsatzgebiete bei der Wahl mit zu beachten, ebenso wie das Level des SUPers. Drei Finnen sorgen beispielsweise für mehr Stabilität. Eine runde Nase erleichtert dem Hund das Auf- und Absteigen. Außerdem sollten Anfänger darauf achten, dass das Board mit einem vollständigem Belag, dem sogenannten Deckpad überzogen ist, damit die Rutschgefahr geringer ist. Der Belag ist außerdem angenehmer für die Pfoten des Hundes. So genannte Yoga Boards eignen sich perfekt für das SUPen mit Hund. Sie haben meist einen rutschfesten Belag und sind durch ihre Breite für die Yogaposen insgesamt sehr stabil.

Grundsätzlich unterscheidet man so genannte “inflatable” (aufblasbare) Boards und “Hardboards”. Erstere sind zum Aufblasen und eignen sich sehr gut zum Reisen. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Verletzungsgefahr für Anfänger. Das Aufpumpen mit einer speziellen Pumpe braucht jedoch etwas Zeit.

Die Auswahl für ein Board ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Wir haben diese auf einer Checkliste zusammengestellt. Idealerweise besucht man zunächst einen SUP Kurs für Hunde. Diese bieten meist auch die Möglichkeit, verschiedene Bretter auszuprobieren. Tipps unserer Experten für aufblasbare Boards findet ihr hier:

 
 
 
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Schwimmweste für den Hund

Der Hund sollte zur Sicherheit immer eine Schwimmweste tragen. Foto: Rosi von ERNL Hundetaschen

Neben dem Board und dem Paddel, welches auf die Größe des SUPers angepasst sein sollte, ist eine Schwimmweste für den Hund zur Sicherheit unbedingt sinnvoll. Der Hunderücken sollte bei angezogener Weste gerade im Wasser schwimmen. Und es sollte einen Griff zur Führung an der Schwimmweste angebracht sein. Weitere Vorteile sind die Wärmefunktion, gerade für die Nutzung im Outdoorbereich, und die Reflektoren für die Dämmerung. 

Eine gut bewertete Schwimmweste für Hunde gibt es beispielsweise hier.

 

So lernt der Vierbeiner das Stand Up Paddeling

Man könnte meinen, dass man den Hund auf das Board setzt und losfährt. Dem ist aber nicht so, da es auch für unsere Fellnasen ein Training ist, welches langsam gesteigert werden sollte.

Die erste Grundvoraussetzung zu Beginn ist, dass der Mensch das SUPen beherrscht und es nicht gemeinsam mit dem Hund lernt. Der Mensch muss sicher sein in seinen Paddelschlägen, Wendungen und Stops und sollte sich nicht mehr so stark auf diese Abläufe konzentrieren müssen. So kann er sicherer auf einen sich drehenden oder quirligen Hund eingehen.

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Gewöhnung ans Board

der Hund sollte zunächst an Land mit Paddel und Board vertraut gemacht werden

Die zweite Grundvoraussetzung ist, dass der Hund schwimmen kann und das Element Wasser mag. Denn es gibt auch Hunde, die sich im kühlen Nass nicht wohl fühlen. Für sie wäre es extrem stressig, auf einem kleinen Bord mitten auf dem See zu schippern.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann es losgehen mit dem SUP-Training. Als erstes muss sich der Vierbeiner an Land an das Board gewöhnen, dazu sollte man es mit beiden Händen gut festhalten und es stabilisieren, wenn der Hund darauf herumläuft.

Nach und nach sollte der Hund sich jedoch daran gewöhnen, dass das Board wackeln kann und er dies ausbalancieren muss. Die Gewöhnung ans Paddel sollte idealerweise auch an Land erfolgen.

 

Für ein entspanntes “SUPen” ist es wichtig, dass der Hund nicht zu weit außen auf dem Board liegt. Mit einer einfachen Übung kann man die Position sogar dann noch verändern, wenn der Hund bereits liegt - zu sehen ab Sek. 00:40.

 

Wenn der Hund und das Board Freunde geworden sind, geht es ins flache Ufergewässer. Hier ist Geduld gefragt, denn der Vierbeiner braucht Zeit, um sein Gleichgewicht zu finden. Dafür muss er vielleicht zahlreiche Male Auf- und Absteigen. Sobald der Hund ruhig auf dem Board sitzt, setzt man sich mit auf das Brett (am besten erstmal auf die Knie) und fährt ein bisschen durch das flache Ufer.

Danach kann das Ganze im Stehen probiert werden, damit sich der Hund an das Paddeln gewöhnt. Zum einen, weil nun Bewegung reinkommt und zum anderen, weil das Paddel beim Richtungswechsel über den Kopf des Hundes geführt wird. Wenn auch dieser Schritt absolviert ist, kann sich in tiefere Gefilde getraut werden, aber erstmal wieder in der sitzenden Variante. Wenn Hund und Mensch sich sicher fühlen, kann sich hingestellt werden und das gemeinsame Abenteuer kann beginnen. 

WICHTIG:

Das Auf- und Absteigen vom Board sollte unbedingt ruhig und geführt stattfinden. Auch sollte das Herunterspringen vom Brett nicht gefördert werden - weder im Wasser noch am Ufer, da die Verletzungsgefahr durch das wegrutschende Brett sehr groß ist.

Auch zu bedenken: nicht in praller Sonne “SUPen”. Auch Hunde können Sonnenbrand und sogar einen Sonnenstich/Hitzschlag bekommen und haben auf dem Brett keine Chance, der Sonne auszuweichen. Wie bei anderen Sportarten mit Hund entweder die sehr frühen Morgen- bzw. Abendstunden nutzen oder bei eher bedecktem Himmel aufs Brett.

Genauso wichtig ist das Checken des Windes. An sehr windigen Tagen besser nicht aufs Board, da an ein entspanntes “SUPen” durch Wellengang und teilweise gefährliche Böen nicht mehr zu denken ist.

 

Doch noch unsicher...

Es gibt in vielen Städten tolle Kurse, wo man das Stand Up Paddeling mit Hund erlernen kann und ein professioneller Trainer alle Tricks und Kniffe genau erklärt. Dafür braucht man dann auch nur die eigenen Schwimmsachen. Meistens kostet die erste Stunde ca. 35 €. Hier einige Vorschläge:

 


Wer schon “SUPen” kann und noch auf der Suche nach guten Spots ist, wird in diesem Buch fündig. Hier werden viele tolle Möglichkeiten zum SUPen quer durch Deutschland vorgestellt - bei den meisten sind Hunde erlaubt.


SUPen ist bei vielen Menschen und Hunden beliebt. Unten gibt es ein paar Eindrücke unserer Instagram-Freunde. Beim Klick auf die Bilder geht’s direkt zum jeweiligen Instagram Channel bzw. auf die Website. Auch, wenn auf diesen Bildern nicht zu sehen: der Hund sollte zur Sicherheit immer eine Schwimmweste tragen - siehe oben.



 

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